Ermüdet von einigen Kämpfen, die aber keine bleibenden Schäden hinterlassen würden, macht sich Thekook auf den Heimweg zum Clanhaus der Wanijima. Da sie auf ihrem Weg die Ländereien der The Last Samurai streift, entscheidet sie, in deren Clanhaus einen Tee zu trinken und dort kurz Rast zu machen, bevor sie ihren Weg fortsetzt.
Als sie sich dem Clanhaus bis auf wenige Meilen genähert hatte, zügelt sie ihr Pferd und zieht ihre Katana. Am Waldrand steht ein herrenloses Pferd, dass nicht abgeschirrt ist und daneben sieht sie einen Mann liegen, der der Kleidung nach kein Bauer, sondern ein Kämpfer ist. Sollte dies eine Falle herrenloser Samurai sein? Und das so nahe am Clanhaus?
Vorsichtig und mit aufmerksamen Augen die Umgebung beobachtend, nähert sich Thekook der möglichen Falle.
Der Mann auf dem Boden rührt sich nicht. Seine Rüstung ist zerbeult und rostig, eventuelle Zeichen einer Clanzugehörigkeit sind aus einiger Entfernung nicht mehr zu erkennen. Das Pferd jedoch ist wohlgenährt, wer auch immer der Mann auf dem Boden sein mag, um sein Tier hat er sich gut gekümmert.
Thekook reitet zunächst an dem Krieger vorbei und überzeugt sich davon, dass er allein ist und am Waldrand keine feindlichen Kämpfer auf sie lauern. Dann kehrt sie zu der Stelle zurück, an der das Pferd geduldig vor sich hingrast.
Aus kurzer Entfernung erkennt sie nun, dass der Kämpfer aus zahlreichen klaffenden Wunden blutet und bewusstlos ist. Sie steigt vom Pferd und nimmt ihr Verbandszeug aus der Satteltasche. Besonders eine Kopfwunde blutet stark, so dass das Gesicht des Samurai kaum zu erkennen ist.
Nachdem die blutenden Wunden verbunden sind, benetzt sie ein Tuch mit etwas Wasser, um ihm das Gesicht zu säubern.
Sie erschrickt, als sie die Züge erkennt. Der Kurze war zwar nicht ihr Hauptgesprächspartner bei den Abenden gewesen, die sie mit Olaf, Vantoan oder Lilly im Teehaus des Clans verbracht hatte, aber so manches mal hatte sie ihm beim Training zugesehen und auch schonmal einen Sake mit ihm getrunken. Was machte er hier, in diesem Zustand und offensichtlich ohne Hilfe durch seine Clanbrüder und -schwestern?
Sie wollte ihn nicht schutzlos zurücklassen, aber wenn er innere Verletzungen davongetragen hatte und nicht nur eine ziemliche Gehirnerschütterung durch den Sturz vom Pferd konnte es verhängnisvoll sein, ihn bäuchlings auf dem Rücken seines Pferdes zu transportieren. Daher entschied sie sich, eine Trage herzustellen, um ihn möglichst schonend zum Clanhaus befördern zu können.
Als sie ihn auf die Trage zog, stöhnte er vor Schmerzen auf, erwachte aber nicht aus der Bewusstlosigkeit.
Nachdem sie die Trage an ihrem Pferd befestigt hatte, nahm sie sein Pferd am Zügel und machte sich auf den Weg zum Clanhaus, immer mit einem Auge darauf achtend, dass der Kurze hinter ihr nicht von der Trage rutschen und sich weiter verletzen konnte.
Sie verliess sich darauf, dass die Wachen am Clanhaus sofort auf die Reiterin mit zwei Pferden und einer Trage hinter sich aufmerksam werden würden, sobald sie aus dem Wald heraus wieder in Sichtweite des Clanhauses kam. So wie sie die Befehlsgewalt bei den Last Samurai kannte, würden nur wenige Augenblicke vergehen ehe Shogun Olaf oder sein verantwortlicher Stellvertreter hiervon erfahren und einige Samurai losschicken würde, um der Sache auf den Grund zu gehen. Daher würde es nun nicht mehr lange dauern, bis der Kurze die bestmögliche ärztliche Versorgung erhalten würde.